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Die geographischen Seiten des TLG

Ökologische Funktion des Parks 2

Klima und Lärm

Wärme und Luftfeuchtigkeit:

Städte zeichnen sich gegenüber dem Umland durch eine stärkere Erwärmung und geringere Luftfeuchte aus. Das liegt an der weitgehenden Bodenversieglung (Asphaltierung etc.) und der dichten Bebauung. Die Parks und Gärten mit ihrem dichten Pflanzenbestand und den unversiegelten Böden verursachen eine deutlich höhere Verdunstungsrate und wirken innerhalb einer Stadt wie kühle Inseln. Daraus folgt, dass Parks eine Art "kühle Oase" sind, in der viele Leute Entspannung finden.Vor allem der Nymphenburger Park ist mit seiner großen Fläche und der hohen Vegetation sowohl als Abkühlung des Umlandes als auch zur Erhohlung geeignet.
Auch gegen die hohe Belastung der städtischen Luft mit Feinstaub hilft die Filterwirkung der Bäume und Büsche in denParks.

 

Unsere Messungen bestätigten diese Theorie im Bezug auf die Wärme und die Luftfeuchtigkeit. Je weiter der Messpunkt im Zentrum des Parks gelegen ist, desto feuchter und kühler ist es in der Regel. Der Romanplazt fällt durch deutlich wärmere und trockenere Verhältnisse deutlich aus den Messreihen heraus. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass sich in den Messergebnissen auch kleinräumige Einflüsse niederschlagen. So sieht man, dass entlang der Wege gelegene Messpunktesich aufgrund der Kieswege aufheizen .Die vielen kleinen Seen und Wasserläufe wiederum beeinflussen vermutlich die Luftfeuchtigkeit des Parks etwas.

 

Die Messreihe vom 29.6. 07

(Temperatur / Luftfeuchtigkeit)

Messpunkt 1
(vor dem Schloss)

18 (Luft)

20,5 (Boden)

48,6
Messpunkt 2
(Barockgarten)

18 (Luft)

20,3 (Boden)

45,8
Messpunkt 3
(Brücke)

18(Luft)

23 (Boden)

46
Messpunkt 4
(Wald)

15,3 (Luft)

15,1 (Boden)

49,6
Messpunkt 5
(am Badenburgsee)

16,2 (Luft)

18,5 (Boden)

55,5
Messpunkt 6
(Löwental)

16 (Luft)

16,8 (Boden)

59,2

Messpunkt 7
( Romanplatz)

23,2(Luft)

28,4(Boden)

43

 

Lärm:

Aufgrund der dämmenden Wirkung der Bäume und der Distanz zu Wohngebieten und Verkehrsflächen ist es im Park weitaus ruhiger als im umliegenden Stadtgebiet. Parks haben dadurch auch Auswirkungen auf das gesamte umliegende Stadtgebiet. Auch hier finden Menschen Erholung und Ruhe vom belastenden Stadtlärm.

Unsrere Messreihen zeigen, dass es in der Regel um so ruhiger wird, je weiter man in den Park hineinkommt. Natürlich spielen auch hier wieder kleinräumige Einflüsse in dieMessungen hinein. So kann es auf dem Ehrenhof lauter sein, wenn dort viele Menschen zusammenkommen. Im Wald macht sich bei Wind das Rauschen der Bäume bemerkbar.

Im inneren dient der Park aufgrund sehr niedrigem Lärmpegel als Erholungsplatz, da sich an den meist kühleren Stellen weniger Besucher aufhalten.

Quelle: www.staedtebauliche-klimafibel.de

AM BEISPIEL 29.6. 2007

( Lärm )

Messpunkt 1
52,2
Messpunkt 2
49
Messpunkt 3
47,2
Messpunkt 4
47
Messpunkt 5
35
Messpunkt 6
38

Romanplatz

(Messpunkt 7)

64,3

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