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Die geographischen Seiten des TLG

Renaturierung

Ziele:

  • Hochwasserschutz verbessern, Hochwasser fließt besser ab


Sitz- und Liegeblöcke

  • Isar bekommt ein breiteres Flussbett mit flachen Kiesufern und Inseln, die Ufer werden zugänglicher (Abschaffung des engen Betonkanals), damit werden Erholungsmöglichkeiten am Fluss gefördert


Vorher zwei Meter steil abfallende Böschungen,


nachher flache, zugängliche Uferbereiche


Zustand 2003 (nahe Reichenbachbrücke):
Standpunkt 30 Meter vom Ufer entfernt, kein Blick auf den Fluss


Zustand 2003: 20 Meter vom Ufer entfernt, kein Blick auf den Fluss


Zustand 2003: 10 Meter vom Ufer entfernt, erst jetzt wird die Isar sichtbar

  • Chancen für eine naturnähere Flusslandschaft
  • Verringerung der Baumsturzgefahr (wertvolle Baumgruppen bleiben erhalten)
  • Verringerung der Gefahr von Deichbruch und Überflutung
  • Lebensräume für Tiere und Pflanzen schaffen oder wiedergewinnen: Arten und Biotopschutz (Biotope wie Auwald, Weidengebüsche und Uferröhrichte sollen entstehen; durch naturnahe Säume, Kiesbänke, Uferböschungen werden die Flächen für den Arten- und Biotopschutz vergrößert.)

Insgesamt entstand bei der Exkursion im Juli 2003 der Eindruck, dass nach dem erstrangigen Ziel Hochwasserschutz die beiden Zielvorstellungen Freizeitwerterhöhung und naturnähere Gestaltung in etwa gleichrangig sind.


Projekt des Freistaats Bayerns und der Landeshauptstadt Münchens.
Renaturierungsraum zwischen südlicher Stadtgrenze & Museumsinsel (deutsches Museum).

Planung mit 1: 40 Modell für Neugestaltung der Ufer des Flussbettes und Hochwasserwiesen.
Die Renaturierung wird schrittweise von Süden nach Norden vorgenommen.
Beginn der Arbeiten: Februar 2000
Damit die Vögel nicht in ihrer Brutzeit gestört werden, wird nicht in der Brutzeit gearbeitet.
Die Baumaßnahme (Innenstadt = Bauabschnitt5) wird bis Anfang 2008 abgeschlossen sein.


Maßnahmen:

  • Flussbett aufweiten
  • Uferböschungen abflachen
  • Senkrechte Sohlschwellen in flache Blocksteinrampen umbauen


Für Fische unüberwindliche Hindernisse wie diese Schwellen...


verschwinden

  • Hochwasserwiesen gestalten
  • Stärkung der Deiche

 

Nachrüstung der Kläranlagen im Oberlauf mit Desinfektionsanlagen

 

Anlage von Fischtreppen, die die Wanderung selten gewordener Isarfische unterstützen


Für Fische unüberwindliche Hindernisse


verschwinden oder werden umgebaut


Kosten

Zwischen 20 und 30 Millionen Euro. Die Kosten beinhalten aber nicht nur die Gestaltungsvorschläge am Fluss, sondern auch eine ganze Reihe von weiteren Maßnahmen wie z.B. die Verlegung von Wasser-, Gas- und Stromleitungen. Die Kosten verteilen sich auf mehrere Jahre.

Natur am Flaucher

Am Flaucher entspricht die Isar noch am meisten einem naturnahen Fluss. Deswegen bleibt der Flusslauf hier von der Planung unberührt.
Die Lebensräume in der Isaraue werden besser miteinander verbunden und die Flussufer werden stellenweise leichter zugänglich. Die Sicht vom Flaucherpark auf den Fluss wird besser.


Nun darf der Fluss künftig seine Kiesflächen wenigstens teilweise selbst gestalten.

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