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Prinzregent Luitpold

Prinzregent Luitpold wurde am 12. März 1821 als Luitpold Karl Joseph Wilhelm von Bayern in Würzburg geboren. Seine Eltern, König Ludwig I. von Bayern und die Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen, hatten neben ihm noch weitere acht Kinder. Luitpold war das fünfte in der Reihenfolge. Seine Familie gehörte zur Linie der Wittelsbacher.

Mit 14 begann bereits Luitpolds militärische Karriere, als sein Vater ihn zum Hauptmann der Artillerie ernannte. Er beendete seine Laufbahn ca. 35 Jahre später als Generalinspekteur der Armee.

Auf seinen vielen Auslandsreisen lernte er seine spätere Frau Erzherzogin Auguste Ferdinande von Österreich-Toskana kennen, die er am 15. April 1844 ehelichte. Zusammen bekamen sie vier Kinder.

Seine Liebe galt der Natur, der Jagd und der Malerei.

Nach der Entmündigung König Ludwigs II. am 9. Juni 1886 übernahm Luitpold dessen Prinzregentschaft. Ludwigs Tod hatte zur Folge, dass Luitpold für den geisteskranken Otto I. regierte.

Obwohl das bayerische Volk König Ludwig II. weiterhin nachtrauerte, konnte Luitpold durch seine Bescheidenheit, Tüchtigkeit und Volkstümlichkeit die skeptischen Untertanen überzeugen. Als er beispielsweise seinen Geburtstag in Oberstdorf verbrachte, schenke er jedem Kind neben einem schulfreien Tag eine Wurstsemmel, den älteren sogar einen Schoppen Bier. Außerdem führte er 1903 das Studium für die Frauen ein. Seine Prinzregentschaft wurde zum goldenen Zeitalter Bayerns. Zum Dank schenkten ihm seine Münchner Untertanen anlässlich seines 90. Geburtstags einen Park, in dem 90 Linden gepflanzt und ein Obelisk mit einer Dankesinschrift aufgestellt waren. Noch heute ist der im Herzen Schwabings gelegene Park als "Luitpoldpark" bekannt.

Nach 25 Jahren Prinzregentschaft starb Luitpold am 12. Dezember 1912 in München.

Heute tragen viele Einrichtungen und Straßen seinen Namen.


Foto: Stadtarchiv

Einweihung des Luitpoldparks in München am 12. März 1911

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