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Die Gründe für die hohe Zahl Aids-Infizierter in Afrika

Die Hauptgründe für die gravierend steigende Anzahl der Aids-Infizierten in  Afrika sind häufig wechselnde heterosexuelle bzw. homosexuelle Kontakte, mangelnde Sexualerziehung, falsche Aufklärung und die große Armut.

So ist z.B. der außereheliche Geschlechtsverkehr üblich, da die Männer ihre Familien auf dem Lande zurücklassen müssen um genug Geld in weit entfernten Ländern zu verdienen. Dadurch kehren sie nur 1-2 mal im Jahr zu den Familien zurück.

Besonders aber die Unterentwicklung der Bürger und der Analphabetismus, das Verschweigen der Krankheit (es würde Schande über die Familie und die gesamte Gemeinde bringen) und mangelndes Wissen über Infektionswege und Schutzmöglichkeiten sind ein weiterer Faktor: nur maximal 8% der sexuell Aktiven benutzen Kondome, da ihr Gebrauch in Afrika unüblich ist. Obwohl man schon viele Werbekampagnen zum Gebrauch von Verhütungsmitteln gestartet hat, verwenden weiterhin sehr wenige Männer, vor allem in ländlichen Gebieten, Kondome ( 2001: nur 15%, verglichen mit 68% der städtischen Männer benutzen beim Sex mit gelegentlichen oder bezahlten Partnern Kondome).

Viele an Aids infizierte Männer denken, sie könnten geheilt werden, indem sie eine Frau entjungfern. Auch haben noch viele Afrikaner den Glauben, dass sie durch Hexerei mit dem HI-Virus infiziert worden wären.

Bei einer horrenden Anzahl von Vergewaltigungen und auch einer erschreckend hohen Prozentzahl (90%) an HIV-infizierten Prostituierten wurde durch Forschungen bewiesen, dass mehr Frauen als Männer Aids haben, da sie sich schneller, und zwar häufig direkt beim ersten sexuellen Kontakt anstecken. Auch durch Sexualpraktiken, die Verletzungen hervorrufen und durch die Machtverhältnisse der Männer in einer Sexbeziehung, wird die Frau meist unterdrückt und kann nicht „Nein“ sagen.

Bei der hohen Prostitutionsquote und der existenten Unterdrückung der Frau in Afrika führt es auch nicht zu Aufsehen, wenn z.B. berichtet wird, dass an Internatsschulen oftmals Lehrer sexuelle Beziehungen zu jungen Schülerinnen haben.

In Afrika hat Kinderreichtum einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert, wenn man viele Kinder zeugt, ist das Ausdruck von Glück und Wohlbefinden, zudem sind Kinder die einzige Altersvorsorge. Dagegen ist Kinderlosigkeit ein gesellschaftlicher Makel. Obwohl die Eltern wissen, dass sie HIV-Positiv sind, zeugen sie Kinder weiter, um ihren gesellschaftlichen Stellenwert zu behalten. So riskieren sie, dass auch ihre Kinder von Geburt an krank sind.

Es gibt kaum Krankenhäuser zur Aidsbehandlung und aufgrund der Armut fehlen heilende Medikamente, Impfstoffe und medizinische Betreuung. Ebenso schlecht sind die Lebensbedingungen und die Hygiene in der privaten Versorgung.

Bei einer Infektion mit einer anderen Geschlechtskrankheit erhöht sich das Risiko um 10% sich mit dem HI-Virus zu infizieren.

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