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Medizinische Probleme

Egal welche Daten zu Gesundheit und Medizin wir gegenüberstellen, die Menschen in den Entwicklungsländern schneiden außer bei Herz- / Kreislauf- und Krebserkrankungen in allen anderen Bereichen um Dimensionen schlechter ab, als wir in Europa. Jährlich sterben 17 Millionen Menschen an Infektionskrankheiten. 4,5 Millionen allein an Durchfallerkrankungen. Das liegt zum Beipiel an der zumeist katastrophalen Trinkwasserversorgung!

Ein Drittel der Menschheit ist mit Tuberkulose infiziert. Und obwohl die Verbreitung von Aids heute in Asien am schnellsten vor sich geht, leben über die Hälfte aller HIV - infizierten Menschen in Afrika.

Auch die Malaria trägt mit bis zu 500 Millionen Infizierten und mehr als 1 Million Toten jedes Jahr deutlich zu den Problemen besonders Schwarzafrikas bei.  Während bei uns auf einen Arzt etwa 390 Einwohner kommen, müssen sich diesen in Afrika im Schnitt 18.500 Menschen teilen. In Äthiopien kommen auf einen ausgebildeten Mediziner gar 32.500 Einwohner. Zentrale Problembereiche sind zum Beispiel die Kindersterblichkeit und die Müttersterblichkeit. Hier wirkt sich auch die insgesamt schlechte Ernährungssituation aus.


Kindersterblichkeitsrate (2002; nach UNDP 2004): Sterblichkeitsrate unter 5 Jahren (von 1000 Lebendgeborenen). Aus: VN-Millenniums-Projekt 2005. In die Entwicklung investieren: Ein praktischer Plan zur Erreichung der Millenniums-Entwicklungsziele. Überblick.


Müttersterblichkeitsrate (2000; nach UNDP 2004): Sterblichkeitsrate pro 100.000 Lebendgeburten. Aus: VN-Millenniums-Projekt 2005.
In die Entwicklung investieren: Ein praktischer Plan zur Erreichung der Millenniums-Entwicklungsziele. Überblick.  

Medizin - Lösungansätze

Das Problem der katastrophalen medizinischen Versorgung der Menschen in Entwicklungsländern kann nur durch intensive Bildungs- und Ausbildungsprogramme (Ärzte, Schwestern, Pfleger), durch den verstärkten Ausbau sanitärer und hygienischer Basiseinrichtungen und einen erleichterten Zugang zu wirksamen Medikamenten gelingen. Die Geldmittel dafür müssen zum Großteil von den Entwicklungsländern selbst aufgebracht werden. Die vorhandenen Mittel sind aber sehr gering. Daher müssen auch die Entwicklungshilfegelder der Industriestaaten sinnvoller verteilt und verplant werden. Hilfe zur Selbsthilfe ist dringend notwendig. Die Organisation Menschen für Menschen zum Beispiel baut etwa in Äthiopien mit Hilfe von Spendengeldern aus Österreich, der Schweiz und Deutschland ein stetig wachsendes Netz von Krankenstationen auf. Zudem sollen Schulen eine Grundbildung sicher stellen. So können immer mehr Äthiopier studieren und zum Beispiel als qualifizierte Ärzte ihrem Volk zu einer verbesserten Versorgung verhelfen!

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