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Die geographischen Seiten des TLG

Weltweite Gletscherschmelze

(überarbeitet und ergänzt nach einem Bericht des Earthobservatory der NASA)

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South Cascade Glacier in den Washington Cascade Mountains, in den Jahren 1928, 1979 und 2000
(Images courtesy of the National Snow and Ice Data Center)

"Seit Ende des 19. Jahrhunderts verringerte sich die Inlandsgletscherfläche weltweit um rund 50%."
Münchener Rück Topics 2006/1

In den Bergen von Montana (USA) sind in den letzten 150 Jahren 110 Gletscher verschwunden, in 25 Jahren werden weitere 37 nicht mehr vorhanden sein.

Tausende von Kilometern entfernt von Montana, am Kilimandscharo in Afrika,wird es in spätestens zwanzig Jahren keinen Schnee am Kilimandscharo mehr geben. -> weitere Bilder und Infos -> Tansania

Mitten in Europa, in den Alpen ist der Rückgang der Gletscher mehr als augenfällig. Die bayerischen Gletscher etwa sind bereits etwa um 70 Prozent geschrumpft. -> siehe auch: www.gletscherarchiv.de


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Abnahme und Zunahme der Gletscherdicke in mm
(STM, verändert nach: European Environmental Agency (nach WGS))


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Das Bild zeigt den Aletsch-Gletscher, den größten Gletscher Europas: er ist in
den letzten 100 Jahren schätzungsweise um 50% zurückgegangen.
(NASA, Earth Observatory Team, based on data provided by the ASTER Science Team)


Auch im Himalaya ist in weiten Bereichen ein Rückgang der großen und kleinen Gletscher beobachtbar.


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Im Verlauf des Rückgangs bleiben am Ende des Gletschers, dort wo ehemals
die Gletscherzunge den Boden ausgeschürft hat, Seen zurück.
(Image courtesy of Jeffrey Kargel, USGS/NASA JPL/AGU)


Weltweit existieren etwa 160.000 Gletscher in den polaren und Hochgebirgsregionen.
"Zurückgehende Gletscher sind ein mehr als deutliches Zeichen für den globalen klimatischen Wandel", sagt Jeff Kargel, Chef des Koordinationszentrums für globale Land-Eis-Messungen aus dem Weltraum (GILMS) des United States Geological Survey (USGS) in Flagstaff, Arizona.

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Der Gangotri-Gletscher zwischen Kaschmir und Nepal
(NASA; Image by Jesse Allen, Earth Observatory; based on data provided by the ASTER Science Team;
glacier retreat boundaries courtesy the Land Processes Distributed Active Archive Center)

Kleine Gletscher reagieren schnell auf eine Erwärmung, sie liegen in sensitiven Bereichen. D.h. Gletscher benötigen Nachschub in Form von Schneefall in ihrem Entstehungsgebiet (Nährgebiet). Fällt dort der Niederschlag nicht mehr als Schnee, wird weniger Gletschereis "produziert". Zudem bedeuten steigende Temperaturen ein schnelleres Abschmelzen des vorhandenen Gletschers, seine Masse nimmt im sog. Zehrgebiet schneller ab als gewöhnlich. Große Gletscher reagieren allerdings stark zeitverzögert auf Änderungen in der Umwelt. So können auch Niederschlagsschwankungen Auswirkungen haben, etwa verstärkte Nierderschläge in Schneeform im Nährgebiet auch zum Wachsen eines Gletschers führen, trotz Abschmelzen der Gletscherfront im Zehrgebiet.

Warum ist nun das Abschmelzen der Gletscher ein Problem?
In vielen Gebieten ist Landwirtschaft im Sommer nur mit Bewässerung durch Flusswassser möglich Häufig stammt das Wasser von im Sommer nartürlicher Weise schmelzenden Gletschern. So führt das Verschwinden der Gletscher für Menschen, deren Erwebsquelle vom Wasser der Gletscher abhängig ist, in die Arbeitslosigkeit. Zudem haben viele Orte keine ausreichende Wasserversorgung mehr.

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Der Muir-Gletscher in Alaska
(Image courtesy Dorothy Hall, NASA Goddard Space Flight Center)
 
Schnelles Abschmelzen von Gletschern führt zu einem kurzfristig höheren Wasserangebot in vielen Gebieten, nach dem Abschmelzen größerer Teile eines Gletschers, sinkt es aber rapide. Flüsse, die bisher im Sommer durch das Schmelzwasser ihren höchsten Wasserstand aufwiesen, werden dann nur noch Rinnsaale sein.
Auch das Auftauen von bisher dauerhaft gefrorenem Boden (Permafrost) in Hochgebirgsregionen wird auf Dauer zur Gefahr von Erdrutschen, Murenabgängen, u.ä. führen. Für Orte und Infrastruktur in den betroffenen Gebieten entstehen neue Gefahrenherde

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