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Das Kyoto-Protokoll und darüber hinaus

Eine kurze Geschichte des Klimaschutzes

Das Montreal-Protokoll von 1987 beinhaltete Stoffe, die zu einem Abbau der Ozonschicht führen. Es wurde in London (1990), Kopenhagen (1992), Wien (1995), Montreal (1997) und Beijing (1999) angepasst und ergänzt. Es kontrolliert den Verbrauch und die Produktion von chlor- und bromhaltigen Chemikalien, die das stratosphärische Ozon zerstören, wie FCKWs, Methyl-Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff und viele andere.

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Die Erkenntnis einer weitreichenden Klimaänderung, die vom Menschen verursacht wird, führte vor dem Kyoto-Protokoll am 9. Mai 1992 zur Rahmenkonvention der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC) in New York. Kurz darauf wurde die Konvention am Weltgipfel in Rio de Janeiro von über 150 Ländern und der Europäischen Gemeinschaft unterschrieben.
Ihr ultimatives Ziel ist die "Stabilisierung von Treibhausgaskonzentrationen in der Atmosphäre auf einem Niveau, das gefährliche anthropogene Beeinträchtigungen des Klimasystems verhindert".
Es umfasst Verpflichtungserklärungen aller Unterzeichner. Die Treibhausgasemissionen, die nicht vom Montrealer Protokoll kontrolliert werden, sollten bis 2000 auf das Niveau von 1990 zurückzuführen. Die Konvention ist im März 1994 in Kraft getreten.

Das Kyoto-Protokoll wurde 1997 zum Abschluss der Vertragsstaatenkonferenz des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC) in Kyoto, Japan, angenommen. Es enthält bindende Verpflichtungen in Ergänzung zu denen im UNFCCC-Abkommen. Die meisten OECD-Staaten und einige Schwellenländer vereinbarten eine Reduktion ihrer anthropogenen Treibhausgas-Emissionen (CO2, CH4, N2O, HFCs, PFCs und SF6) um mindestens 5% unter den Stand von 1990 innerhalb des Verpflichtungszeitraums von 2008 bis 2012.

Mit dem Beitritt von Russland Ende 2004 konnte das Protokoll am 16.02.2005 in Kraft treten.

Wie sieht es mit einer (dringend notwendigen) weiteren Reduzierung der Treibhausgase nach 2012 aus? Auch über 2012 hinaus soll es verbindliche Regelungen für den Klimaschutz geben, darüber waren sich die Verhandlungsführer der 163 Kyoto-Vertragsstaaten bei einer UN-Konferenz zum Klimaschutz im Mai 2006 in Bonn einig. Vor allem die Entwicklungsländer sind an einer baldigen Einigung interessiert. Nach allen Vorhersagen wird gerade die Entwicklungsländer der Klimawandel besonders hart treffen.

In Doha (2012) wurde schließlich eine Verlängerung des Kyoto-Protokolls bis 2020 beschlossen, um mehr Zeit für weitere Verhandlungen zu gewinnen.

Nach wenig erfolgreichen Zwischenschritten brachte Paris 2015 (COP 21) einen Durchbruch für die Zeit nach 2020:

  • man einigt sich auf das Ziel, die Klimaerwärmung auf unter 2°C zu beschränken
  • jeder Staat meldet (und überprüft dann auch nachvollziehbar) seine Reduktionsziele
  • die Welt-Finanzströme sollen so gestaltet werden, dass sie zu niedrigerem Klimagasausstoß führen
  • ärmere Staaten werden mit einem Fonds unterstützt bei Anpassungsmaßnahmen und in Notsituationen

nach: IPCC, UNFCCC.int und weiteren Quellen

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