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Ist der Klimawandel wirklich gefährlich - und wenn ja, für wen?

Tiere und Pflanzen können natürlich mit den üblichen Veränderungen in ihrer Umwelt fertig werden, sonst gäbe es keine Tiere und Pflanzen mehr auf unsererem Planeten.
So war es vor einigen Millionen Jahren auf der gesamten Erde im Durchschnitt über 10°C wärmer als heute, damals dürfte es keine Regionen gegeben haben, in denen dauerhafte Eisbedeckung oder Permafrost verbreitet war. Und trotzdem kennen wir heute tausende von Tier- und Pflanzenarten, die perfekt an solche kalten Bedingungen angepasst sind.

Als vor 60 Millionen Jahren ein gewaltiger Meteorit auf der mexikanischen Halbinsel Yucatan einschlug und eine jahrelange Minieiszeit einsetzte, starben unter anderem die Dinosaurier aus, aber bei weitem nicht alle Tier- und Pflanzenarten waren betroffen.

Warum sollte also ein Temperaturanstieg um "nur" 4°C ein Problem darstellen? Natürlich werden manche (kalte) Ökosysteme verschwinden und viele zumindest verschoben.

Und hier tritt für die Natur ein doppeltes Problem auf:

  1. Einmal ist unsere menschengemachte Klimaerwärmung außerordentlich schnell, d.h. innerhalb von kaum 150 Jahren werden wir eine Temperaturänderung von 4°C erreichen.
  2. Zum zweiten gibt es Menschen auf der Erde, und zwar nicht wenige. Das hat zwei Auswirkungen:
    • Nur wenige Prozent der Erdoberfläche werden heute nicht vom Menschen genutzt und verändert. Naturlandschaften im engeren Sinne des Wortes existieren (wenn überhaupt) nur noch in kleinen Schutzbereichen. Pflanzen und Tiere können daher nicht mehr ohne weiteres einer Klimaveränderung in anderer Regionen ausweichen.
    • 6 Milliarden Menschen (bald werden es 7, 8, oder 9 Milliarden sein) benötigen eine gewaltige Menge an Ressourcen und Nahrungsmitteln. Die Erde ist ohnehin übernutzt. Eine Änderung der Nutzungsmöglichkeiten führt zur Nutzung aller bisher nicht genutzten Regionen. Dies bedeutet eine weitere Einschränkung für Flora und Fauna.

Die Zahl der Tier- und Pflanzenarten wird deutlich abnehmen.

Und nun zum Menschen:

  • Als nahezu außerhalb der Natur stehendes Geschöpf ist er trotzdem von ihr abhängig. Die Überlebenschancen der Menschheit sinken stetig, je geringer die Zahl an verschiedenen Tier- und Pflanzenarten wird, denn ohne vielfältige natürliche Ressourcen bekommt jede Tier- oder Pflanzenseuche das Potential die Menschheit an den Rand des Verhungerns zu bringen.
  • Zudem wird der Lebensraum für den Menschen etwa durch Ausdehnung der Wüsten und durch den um einen bis vier Meter ansteigenden Meeresspiegel deutlich eingeschränkt: bis zu drei Milliarden Menschen werden bis zum Jahr 2100 ihre Heimat verlassen müssen. Sie verkleinern die Lebensräume für Tiere und Pflanzen weiter und treten mit ihrem Wohnraumbedarf in Konkurrenz zur Landwirtschaft.

Das Problem Klimawandel ist also eigentlich kein Problem der Natur im engeren Sinn, sondern ein rein menschliches! Und es wird nicht die Natur, sondern den Menschen am stärksten betreffen.


weiter zu Klimawandel: der natürliche Treibhauseffekt

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