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Wasser - Salz und Temperatur

Schon mal gefragt, warum die Ozeane eigentlich mit Salzwasser und nicht mit Süßwasser gefüllt sind? Und schon gewusst, dass das Meersalz unser Salz auf dem Esstisch ist?

salz
Gewinnung von Meersalz

Woher kommt dann der Salzgehalt des Meerwassers! Ein Teil wird mit dem "süßen" Flußwasser ins Meer gespült. Allerdings ist Süßwasser nicht besonders salzig (aber natürlich auch nicht süß). Durch die Verdunstung des Meerwassers bleibt Salz im Meer zurück, es wird dort über Jahrmillionen konzentriert, weil die Meere ja keinen Abfluss besitzen..
Ein anderer Teil des Meersalzes stammt aus untermeerischen Vulkanen und hydrotermalen Quellen am Meeresgrund.

Unterschiedliche Gewässer besitzen einen unterschiedlichen Salzgehalt:
- Süßwasser ist kaum salzig und enthält meist weniger als 0,5 Gramm Salz auf 1000 Gramm Wasser, also einen Salzgehalt von 0,5 Tausendstel oder 0,5 Promille,
- der Durchschnitt aller Ozenane liegt bei 35 Promille Salzgehalt, er schwankt aber zwischen 32 und 37 Promille, auch innerhalb eines Ozeans,
- Mischwasser an Flussmündungen (sog. Brackwasser) enthält zwischen 0,5 und 17 Promille Salz.

Die meisten Meerestiere haben in ihrem Inneren den gleichen Salzgehalt, wie im umgebenden Meerwasser. Durch die Haut gleichen sie automatisch den Salzgehalt an die Umgebung an. Bei steigendem Salzgehalt in der Umgebung tritt Wasser aus dem Körper aus, um den Salzgehalt im Inneren anzuheben, bei sinkendem Salzgehalt in der Umgebung tritt Wasser in den Körper ein, um den Salzgehalt im Inneren abzusenken. Dies funktioniert bei Lebewesen innerhalb relativ enger Grenzen, bei schnellem Wechsel des Salzgehalts würde ein Tier sonst entweder stark einschrumpfen, also viel lebenswichtiges Zellwasser verlieren, oder geradezu aufgebläht werden und "explodieren".

Übrigens:
Das ist auch der Grund, warum der Mensch Salzwasser nicht trinken kann. Der Körper verbraucht mehr Wasser um das überschüssige Salz wieder aus dem Körper zu bekommen, als man an Salzwasser getrunken hat.
Das heißt, trinkt man Salzwasser, kann man verdursten!

Auch bei den Temperaturen gibt es einen weiten Bereich: zwischen dem bis zu 38°C warmen tropischen Küsten und den unter Null Grad kalten Gewässern nahe den Polen ist alles an Temperaturen möglich.

Ja, unter Null Grad ist schon richtig, denn Salzwasser gefriert erst bei etwa -2°C, nicht bei Null Grad wie Süßwasser. Damit ist klar, dass das Salz den Gefrierpunkt herabsetzt, und zwar um ca. 0,3 °C je 5 Promille mehr Salzgehalt.

An der Oberfläche von Ozeanen gibt es eine relativ dünne, wenige hundert Meter dicke Schicht, die tatsächlich deutlich von Wind und Sonne beeinflusst wird. Nur dort gibt es größere jahreszeitliche Temperaturschwankungen. Diese Schwankungen liegen bei Ozeanen in Bereichen von deutlich unter 10°C. Eine Durchmischung von warmem Wasser, das ja an der Oberfläche liegt, und kaltem Wasser findet nur durch den Wind statt!
Unter dieser Schicht befindet sich eine Wasserschicht, in der die Temperatur langsamer abnimmt, als in der sich durchmischenden Oberflächenschicht, aber immernoch relativ schnell. Hier finden sich kaum jahreszeitliche Schwankungen, da hier der Wind keinen durchmischenden Einfluss mehr besitzt.
Darunter folgt ab etwa 1300 Meter Tiefe die sich von der Temperatur her kaum verändernde Tiefenschicht, die bis zum Meeresgrund reicht.

Übrigens:
Wasser weist eine seltsame Eigenart auf, kühlt es sich unter +4°C ab, wird es leichter als Wasser von 4°C. D.h. ein Meer kann nicht von unten her zufrieren, denn dort liegt nicht das kälteste Wasser. Das ist der Grund, warum es auf der Erde überhaupt Leben gibt!

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