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Industrie? Und so verdienen wir heute unser Geld ...

Große Industrieunternehmen produzieren heute noch in gewaltigem Umfang. Die sogennanten alten Industrien, mit denen die Industrialisierung in Europa begann (Textil- und Stahlindustrie) haben dabei aber kaum noch eine Bedeutung. Sie produzieren in Europa selbst nur noch sehr hochwertige Produkte, die auf dem Weltmarkt auch besonders gute Preise erreichen (z.B.: hochwertige Modeartikel, Edel- und Spezialstahl). Billige Massenware lässt sich in weiten Teilen Europas nicht mehr herstellen, weil die Lohnkosten hier zu hoch sind.

Dabei versucht man bei der Produktion noch weiter Geld zu sparen, indem man teure Lagerkosten vermeidet. Zulieferteile, die für die laufende Produktion benötigt werden, werden heutzutage nicht mehr gelagert, sondern genau dann angeliefert, wenn sie auch für die Produktion benötigt werden. Dies Art der Produktion nennt man Just-in-time.

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Der aus NIROSTA, Edelstahl gefertigte Parabolspiegel in der Forschungsanlage in Almeria, Spanien, wandelt Sonnenlicht in elektrische Energie um. (Bild und Text: ThyssenKrupp)

Industrie: Anteile an der Wertschöpfung der gesamten Industrieproduktion
Textil 5%
Eisen- und Stahl 3,6%
Lebensmittel - und Getränke 12%
Holz- und Papier 14%
Chemie 15,2%
Fahrzeuge 11%

Dienstleistungen!
Industriebetriebe können nur dann wirtschaftlich arbeiten, wenn sie sich zusammentun, in vielen Staaten der Welt tätig werden und neben reiner Produktion ihren Kunden viel mehr anbieten:
sucht ein Kunde eine Lösung für ein technisches Problem um ein neuartiges Produkt zu erzeugen, so entwickelt die Firma eine Lösung für das Problem, stellt die benötigten technischen Anlagen her und sorgt später für ein reibungsloses Funktionieren der Anlagen.
Damit werden die Dienstleistungen, wie die Entwicklung eines Produktes auf Bestellung oder die Wartung der fertigen technischen Einrichtung, genauso wichtig oder wichtiger als die Herstellung des Produktes.

Vor einigen Jahren sind die beiden traditionell Kohle und Stahl produzierenden Firmen Krupp und Thyssen zusammengeschlossen worden (alle Zitate von der Website von ThyssenKrupp).

Bereits davor suchte Krupp seine Lage zu verbessern "durch den Erwerb einer Reihe von wichtigen Beteiligungen im Bereich Anlagenbau. Der Erwerb der Mehrheitsbeteiligung und die nachfolgende Übernahme der Stahlwerke Südwestfalen AG bedeuten eine Ausweitung des Edelstahlsektors."

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Anlagenbau: Moderne Fertigungsstraßen für Karosserieteile.
(Bild: ThyssenKrupp)

Thyssen wandelte sich bereits vom "Stahlhandelsunternehmen zu einem vielseitigen Dienstleister, der sich Mitte der 1990er-Jahre auf die Kerngeschäftsfelder Werkstoffe, Industrie- und Gebäudeservice sowie Projektmanagement konzentriert."

"Rund 184.000 Mitarbeiter in mehr als 70 Ländern auf 5 Kontinenten stehen bei unseren Kunden und Partnern für ThyssenKrupp. [...]
Technologiekompetenz für die Welt von morgen: Unsere Wissenschaftler und Entwicklungsingenieure konzentrieren sich auf die aktuellen Schlüsseltechnologien, um die führende Position von ThyssenKrupp bei anspruchsvollen Produkten auch für die Zukunft zu sichern. Insbesondere die Informationstechnologie ist zum unersetzlichen Werkzeug unserer Techniker und Wissenschaftler geworden – nicht nur bei Software und Elektronik, sondern ebenso im Maschinenbau und bei Verfahrenstechnik, Metallurgie und Werkstoffkunde. Als technologie- und dienstleistungsorientierter Konzern entwickeln wir – als Solution Provider für unsere Kunden – innovative Verfahren und Werkstoffe, die der Technik neue Wege öffnen.

In unseren Entwicklungszentren arbeiten mehr als 3.300 Wissenschaftler, Ingenieure und sonstige Spezialisten an mehr als 2.000 Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Alle Projekte sind darauf ausgerichtet, unsere Kernkompetenzen bei Produkten und Verfahren zu stärken. Um die Kundennähe sicherzustellen, führen unsere Gesellschaften, die unmittelbar am Markt operieren, die Projekte durch. Für gemeinsame Aufgaben arbeiten sie in einem Netzwerk zusammen.

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Der Transrapid : Die Magnetschnellbahn hat keine Räder, Achsen, Getriebe und Oberleitungen. An die Stelle von Rad und Schiene tritt beim Transrapid ein berührungsfreies elektromagnetisches Trag-, Führ- und Antriebssystem: verschleißfreie Elektronik statt Mechanik. Transrapid International ist ein Gemeinschaftsunternehmen von ThyssenKrupp und Siemens. (Text und Bild: ThyssenKrupp)

Elektronisch gesteuerte Federungs- und Dämpfungssysteme für den Automobilbau [...], innovative Antriebs- und Steuerungskonzepte für Aufzüge, eine neue Fluggastbrücke für optimale Boarding-Zeiten des Airbus 380 sowie extrem genau arbeitende Hochgeschwindigkeitswerkzeugmaschinen belegen unsere technologische Spitzenstellung und stehen beispielhaft für unsere Kompetenz auf dem Gebiet der Industriegüter."

Erstelle selber das Arbeitsblatt "Industrie - heute" und beantworte auf ihm folgende Fragen:

  • Nenne die Branchen der Industrie, die heute besonders wichtig sind.
  • Erkläre, warum bestimmte Produkte heute nicht mehr in Europa produziert werden.
  • Zeichne ein sinnvoll beschriftetes "Tafelbild", in dem Du die Entwicklung des deutschen Konzerns ThyssenKrupp seit dem Zusammenschluss deutlich machst (Schwerpunkte des Unternehmens, ...)

Hier gibt es ein kleines Quiz zum Überprüfen der Lösungen der beiden AB "Industrie - heute" und "Das Ende der Industrie": -> hier klicken!

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