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Libyen: Die Kufra-Oase

Grüne Kreise in der Wüste deuten auf landwirtschaftliche Tätigkeit hin, genauer gesagt auf Kreisberegnungsanlagen. Hier in der Kufra-Oase wird Wasser (aus dem Great Manmade River) über eine Einheit, die sich im Kreis dreht zur Bewässerung über ein kreisrundes Feld gesprüht. In manchen Feldern ist die fahrbare Beregnungseinheit als hellerer Strich vom Mittelpunkt der Felder bis zum Rand hin zu sehen.

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Die Felder haben in der Kufra-Oase in etwa einen Durchmesser von1 Kilometer. Auf dem obigen Ausschnitt sind als hellgraue Streifen auch die Zufahrtsstraßen zu sehen.

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Dunklere Farbtöne auf dem Satellitenbild zeigen Felder die mit Weizen oder Alfalfa bepflanzt sind, hellere können gerade abgeerntet, gerade frisch gesät oder auch aufgelassen sein. Die grauweiße Farbe einzelner Felder könnte auf Bodenversalzung hindeuten (siehe unten).

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Diese Bild wurde am 28.10.2004 von der internationalen Raumstation ISS aus aufgenommen.
(ISS Crew Earth Observations experiment and the Image Science & Analysis Group, Johnson Space Center)

Die Kufra-Oase ist das größte libysche landwirtschaftliche Projekt. Der ursprüngliche Oasenbereich nimmt die linke untere Ecke des Satellitenbildes ein. Die sechseckigen Flächen markieren den Beginn der Nutzung des Grundwassers vor über zwanzig Jahren.
Die runden Felder der Kreisberegnungsflächen erstrecken sich inzwischen über mehr als 20 Kilometer Länge und Breite.
Bei dieser Art der Bewässerung wird auf Grund der hohen Verdunstungsrate in der Wüste sehr viel Wasser verbraucht. Ein Teil des Wassers verdunstet, bevor es überhaupt den Boden erreicht, ein weiterer an der von der Sonne erhitzten Oberfläche. Zudem besteht die erhebliche Gefahr der Versalzung des Bodens (Infos-> hier klicken), da durch die hohe Verdunstungsrate das in den Boden eingedrungene und mit Mineralsalzen angereicherte Wasser schnell wieder an die Oberfläche gebracht wird und verdunstet. Zurück bleiben die Salze, die an der Bodenoberfläche langsam, aber sicher eine das Pflanzenwachstum hemmende Schicht bilden.

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