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Biodiversität - INsekten werden gebraucht

Die Gefährdung von Insekten in Deutschland kann kaum noch unterschätzt werden.
Eine Abnahme von Insekten seit 1989 um über 40% ist nachgewiesen. In einer langfristigen Studie nahmen von fast 7.500 Insektenarten 44% der Arten ab, 41% blieben gleich und bei 2% war ein Zuwachs nachweisbar.

Selbst in Schutzgebieten gehen die Insektenzahlen deutlich zurück, offenbar helfen die inselartig vereinzelten Naturschutzgebiete nicht mehr weiter.
Ein Grund hierfür ist die intensivierte Landwirtschaft, die heutzutage keine Gehölzstreifen mehr entlang der Felder zulässt, wo die Pflanzen in großen Monokulturen nur noch für wenige Wochen im Jahr Blüten bereithalten und wo der Pestizideinsatz massive Auswirkungen hat. Insbesondere spezialisierte Insekten können sich in solchen Gebieten nicht mehr halten.
60% aller Vogelarten fressen Insekten  und 70% aller Fledermausarten. Ganze Nahrungsketten beginnen bei Insekten. Und die Bestäubungsleistung aller Insekten für Nutzpflanzen beläuft sich weltweit pro Jahr auf etwa 500 Milliarden Euro.
Biodiversität ist also dringend notwendig  für Natur und Mensch.


(Copyright: Kintaiyo; CC-Lizenz 3.0)


Wichtig wären  unter anderem folgende Maßnahmen:
Straßenränder und Gärten müssen bestäuberfreundlich sein, also die ganze Saison über Blüten bereithalten,
entlang aller Wege müssen Blühstreifen entstehen,
Felder müssen kleinräumiger bestellt werden,
blühende Kulturpflanzen müssen zeitlich gestaffelt angebaut werden,
isolierte Lebensräume müssen verbunden werden,
Pestizide müssen in wesentlich geringeren Mengen eingesetzt oder besser ganz vermieden werden,
städtische Räume müssen insektenfreundlich werden,
Informationen für die Öffentlichkeit sind wichtig, denn nur wer Bescheid weiß, kann begründet handeln.

Quellen:
NABU
Spektrum der Wissenschaft 5.19 (S.12ff.)

 

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