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Brennerbasistunnel


Die Alpenpässe sind im Moment Engpässe für den alpenquerenden Verkehr. Der Brennerbasistunnel soll Teile des Transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN) werden, unter anderem einer Hauptroute des europäischen Transitverkehrs. Im Zeichen der europaweiten (und weltweiten) Verkehrsströme,

  • wo bayerische Milch nach Italien gefahren wird, um Mozarella herzustellen, der fertige Käse dann zurück nach Bayern zum Verkauf kommt,
  • wo deutsches Schweinefleisch für die Herstellung von italienischem Parmaschinken denselben Weg über die Alpen und schließlich zurück nimmt,
  • wo Teile von "deutschen" PKW in mindestens fünf bis zehn europäischen und weiteren fünf bis zehn außereuropäischen Ländern hergestellt werden

ist ein funktionierendes leistungsfähiges Verkehrsnetz besonders wichtig.


Zur Zeit befindet er sich noch im Stadium der Vorbereitung. Besonders unklar ist die Frage der Finanzierung der Baukosten von mindestens 20 Milliarden Euro.

Kritiker verweisen darauf, dass die Planung nicht den tatsächlichen Bedürfnissen entspricht. Bei der Eröffnung wird wohl nur der bis dahin anfallende zusätzliche Verkehr auf die Schiene verlagert werden.
Eines ist aber klar, dem stetig steigenden Verkehrsfluss muss irgendwie begegnet werden.
Ökologisch sinnvoller ist es wohl auch, wenn nicht zehntausende von LKW über die Alpenpässe oder durch Tunnels fahren, sondern die Container oder die LKW auf Züge verladen werden, wie beim Brennerbasistunnel geplant. Das vermindert erheblich die Menge an ausgestoßenen Schadstoffen und kann auch die Lärmbelästigung in den engen Alpentälern verringern.

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