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Der Zyklon Nargis flutet Birma

Völlig unvorbereitet sind die Menschen als Anfang Mai 2008 der tropische Zyklon Nargis die Küste von Birma trifft. Es gibt keine Küstenschutzmaßnahmen, die die auflaufende Sturmflut hindern könnte Dutzende von Kilometern zum Beispiel über das Delta des Irrawaddy-Stroms ins Land vorzudringen. Auch keine Schutzmaßnahmen gegen Windgeschwindigkeiten von 200 km/h und mehr.

 

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Nargis vor dem Auftreffen auf die birmanesische Küste (Birma = Myanmar, Burma)

 

Das Militärregime hat in der Vorsorge versagt und versagt seitdem in der Nachsorge. Offiziell sind am 15.05. ca. 35.000 Tote zu beklagen, Nichtregierungsorganisationen sprechen von bis zu 200.000 Toten. Betroffen von Überschwemmungen und Zerstörungen sind zwischen 1,5 und 2,5 Millionen Menschen.

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Situation vor dem Sturm und Überflutungen nach dem Sturm (Maus aufs Bild)
Alle Satellitenbilder courtesy the MODIS Rapid Response Team.

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Aus unterschiedlichen Satellitendaten und einer Vegetationskarte gewonnene Karte der überfluteten Regionen (blau = Flutung, rot = Stadt).
(Image by Robert Simmon based on data from the Department of Geography, University of Maryland.)
Unsicherheiten ergeben sich aus Gebieten, in denen dichte Wälder die Sicht auf den Boden verhindern. Insgesamt dürften etwa 14400 Quadratkilometer überflutet worden sein.

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